Falls betriebene Software Daten verarbeitet, ist ein Verlust der verarbeiteten Daten regelmäßig mit Schaden verbunden. Abhängig von der prognostizierten Schadenshöhe ist für solche Daten deshalb eine Datensicherung, ein Backup vorzuhalten.
Neben unserer Empfehlung, grundsätzlich immer Backups anzulegen, warnen wir davor, das Thema Verfügbarkeit und Wiederherstellbarkeit bei der Anlage der Datensicherung zu vernachlässigen. Verfügbarkeit sollte regelmäßig im gesamten Lebenszyklus einer Datensicherung durch Restore-Tests verifiziert werden.
Die Entscheidung über eine Backup-Methodik und -Implementierung ist stark von der verwendeten Speicherlösung abhängig und kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Wir bevorzugen die Anlage der Backup-Möglichkeit direkt in der Speicherschicht und transferieren am liebsten inkrementell ganze Dateisysteme (ZFS) in Langfristspeicher. Wo das Rechnersystem nicht so aufgebaut werden kann, daß das Dateisystem selbst die Backup-Funktionalität mit abdeckt, empfehlen wir die Nutzung von Lösungen wie Borg oder Bacula, hilfsweise sogar rsync.
Immer raten wir allerdings zu Open Source Lösungen, um im Bedarfsfall auch ohne die Unterstützung eines Herstellers wenigstens die Verfügbarkeit bestehender Datensicherungen gewährleisten zu können.